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Wörth Cup 2002 - Zehn dicke Jahre Fangen wir doch mit der Historie an: 1992 hat der Wörth Cup zum ersten Mal stattgefunden. Wie ist das damals zustande gekommen? AP: Wörth Cup Nummer eins ist eigentlich im März ´92 aufgrund einer Unterschriftenaktion zustande gekommen, woraufhin die Stadt Wörth ein Skatepark gebaut hat. Wir, die Locals, haben uns dann im September zusammengetan und einen kleinen Contest organisiert. Das war im Prinzip der Local-Contest "Wörth Cup" Nummer eins. Zehn Jahre ist ja schon eine lange Zeit. Ist die Orga-Crew noch die gleiche wie damals? AP: Der Stamm, darüber bin ich auch ganz glücklich, ist immer geblieben. Das waren so fünf, sechs Jungs von uns, die seit 1992 dabei sind. Wir werden natürlich älter und die Jüngeren wachsen nach, aber der wichtige Grundstock der Orga-Crew ist seit zehn Jahren konstant. Wer gehört dazu? AP: Das sind Andi Sauter, Michael Preissler und Patrick Grzescick (und Andy selbst natürlich - Anm.d.Red.). So seit fünf Jahren besteht die Crew in der Form, wie sie jetzt, im 10. Jahr, noch immer ist - bis auf ein zwei unterstützende Helferlein... Das ist übrigens auch ein Skate-Verein, den wir 1994 gegründet haben. Wie heißt der? AP: Das ist die Unterabteilung Skate- und Snowboard vom TV Maximiliansaue. Der Wörth Cup wird jedes Jahr sehr gut besucht. Was glaubst du macht den Wörth Cup so attraktiv, warum wird er von den Besuchern so gut angenommen? AP: Das freut uns natürlich immer wieder. Seit 1993/94 kommen die Leute wirklich aus ganz Deutschland, also muss der Contest ja was Gutes haben. Ich denke, dass es in erster Linie die Kombination aus dem Badepark und der Location ist. Das Schwimmbad liegt unmittelbar am Wald und es kann direkt vor dem Park kampiert werden. Die Location ist schon recht gut, obwohl es, was die Rampen betrifft, auch immer Kritik am Skatepark gab... ich mein', das wissen wir alle. Was vielleicht noch einiges ausmacht, sind das Rahmenprogramm, was in den letzten Jahren immer größer geworden ist, und die zivilen Preise, was Eintritt oder Kombi-Tickets betrifft. Unsere ganze Crew, das darf man nicht vergessen, arbeitet wirklich ehrenamtlich. Wo du gerade das Rahmenprogramm ansprichst: Ich glaube für dieses Jahr, den 10. Wörth Cup, habt ihr euch richtig was einfallen lassen. Ist das umfangreicher als vorher? AP: Ja, auf jeden Fall. Also, wir hatten ja schon die verschiedensten Musikrichtungen im Programm, was daran lag, dass ich mit unterschiedlichen Veranstaltern zusammengearbeitet habe. Früher hat das Musik-Programm noch in der Halle stattgefunden, wo wir verschiedene Hardcore-Bands wie Thumb u.s.w. zu Gast hatten. Und dieses Jahr haben wir es, was Breakdance, Graffiti und Hip-Hop betrifft, noch mal wirklich getoppt. Ich würd' sagen, wir hatten z.B. das Drei- bis Vierfache an Sprühern der letzen zwei Jahre vor Ort. Die Sache mit dem Parcours ist ein bisschen blöd gelaufen - ihr hattet angekündigt, dass er dieses Jahr erneuert werden sollte. Ihr hattet Probleme, für die ihr nicht wirklich was konntet - oder? AP: Ja, genau. Das Ding war, dass ich seit letztem Jahr dran war, einen Sponsor für den Kurs zu suchen. Das war mein Hauptding. Wir hatten auch schon eine Zusage, der Kontakt zu Schützi war hergestellt und der Parcours fast fertig geplant. Leider ist der Sponsor dann recht kurzfristig abgesprungen, was uns wirklich vor ernsthafte finanzielle Probleme gestellt hat. Und dann haben wir halt versucht, es so durchzuziehen. Es war unser aller Hauptinteresse, einen wirklich guten Park hinzustellen, und es tut uns auch wirklich leid, wenn das beim einen oder anderen blöd rübergekommen ist. Versprechungen, die wir nicht einhalten, machen wir halt sehr, sehr ungern. Aber ich denke, dass ist auch nicht wirklich das, was den Wert des Contests ausmacht... AP: Richtig. Ich denk' auch mal, dass z.B. die Zoo-York-Fahrer gezeigt haben, was man aus dem Parcours rausholen kann. Die "Klenen" sind ja auch gut zurechtgekommen... AP: Eben. Das ist auch das Ding. Wir bauen den Course ja nicht so, wie z.B. in Dortmund, nur für die Veranstaltung, sondern für die nächsten Jahre. Auf solchen Mörder-Rampen würden die Locals oder gerade auch die vielen Kleinen gar nicht zurechtkommen. |